Das Kupferstichkabinett

Das Kupferstichkabinett verfügt über eine reiche Sammlung alter Zeichnungen und Grafiken Antwerpener Meister aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Außerdem werden darin moderne und zeitgenössische Werke von Antwerpener Künstlern gesammelt.

Das Kupferstichkabinett: absolute Weltspitze

In den Depots liegen Rubens, Bruegel, Tuymans und Panamarenko Seite an Seite. Mit einer Sammlung von mehr als 75.000 Objekten gehört das Bilderkabinett zu den 50 wichtigsten Sammlungen seiner Art weltweit.

Die Sammlung von Grafiken und Zeichnungen ist aus der Sammlung des Museums Plantin-Moretus und der Privatsammlung ihres ersten Konservators Max Rooses entstanden. Buchillustrationen bilden den roten Faden zwischen dem Museum Plantin-Moretus und dem Kupferstichkabinett. Die Geschichte beider Einrichtungen ist deshalb eng miteinander verknüpft.

Entdecken Sie diese reichhaltige Sammlung

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Einige wichtige Werke
detail uit de Allegorie van de handel, Jost Ammann, 1585
Ein Holzschnitt, bestehend aus sechs Holzblöcken, ausgefeilt bis ins letzte Detail.
Rubens hatte eine Schwäche für Herkules, den Helden der Antike. Auf dieser Zeichnung sieht man ihn leicht vornübergebeugt, während er den Kopf des Nemeischen Löwen umklammert. Rubens hat auf der Suche nach einer idealen Haltung dem Herkules hier drei rechte und zwei linke Beine verliehen.
Auch Antoon Van Dyck ist in der Sammlung des Kupferstichkabinetts zu finden. Bei dieser Zeichnung der Kreuztragung handelt es sich um eine Vorstudie für das gleichnamige Gemälde, das in der St. Pauluskirche in Antwerpen aufbewahrt wird. Van Dyck zeigt sich hier als Meister der Erzeugung von Dynamik.
Jacob Jordaens war ein begnadeter Maler und Zeichner. Hier zeigt er, wie sieben Knechte unter dem wachenden Auge der verliebten Nymphe Kalypso Proviant an Bord von Odysseus’ Schiff bringen.
Diese wunderbare kleine Zeichnung auf Pergament hat Joris Hoefnagel 1593 als Andenken an seinen Freund, den Kartografen und Erdkundler Abraham Ortelius angefertigt. Das geht aus der Inschrift unten hervor.
Filips Galle war einer der bedeutendsten Antwerpener Herausgeber von Kupferstichen des 16. Jahrhunderts. Dieser Stich zeigt eine alltägliche Szene mit einigen Marktständen, an denen Bürger Geflügel begutachten und kaufen.
Intelligentia oder „die Weisheit” ist ein Stich aus einer Serie von acht Werken des Kupferstechers Cornelis Cort. Auf jedem Stich wird eine weibliche Personifizierung der Tugend dargestellt. Auf jedem Bild steht ihr ein Tier zur Seite.
Jan Wierix war kaum 15 Jahre alt, als er diesen Kupferstich anfertigte. Es handelt sich dabei um eine äußerst detaillierte Kopie des Werks „Ritter, Tod und Teufel” von Albrecht Dürer. Im 16. und 17. Jahrhundert war es üblich, Meister zu kopieren.
Sam Dillemans ist ein äußerst vielseitiger Künstler. Zwischen 1993 und 2000 hat er sich intensiv mit dem weiblichen Porträt befasst.
Sie finden im Kupferstichkabinett auch Werke von Jan Fabre. Diese Zeichnung ist Bestandteil einer Serie aus dem Jahr 1994, von der sich vier Arbeiten im Besitz des Kupferstichkabinetts befinden. Das Motiv des hier dargestellten Imkers kommt in Fabres Oeuvre des Öfteren vor.
Seine Frau Nel war zeitlebens eine Muse für Rik Wouters. Hier hat er sie am Frühstückstisch gezeichnet.
Panamarenko baut nicht nur poetische Installationen, er zeichnet auch Bilder seiner Konstruktionen. Hier sehen Sie eine Studie des U-Bootes Panama, mit dem Panamarenko nach Nova Zembla fahren wollte.
Diese Radierung verweist auf das berühmte Gemälde von James Ensor (1860-1949) aus dem Jahr 1888 mit demselben Titel.
Adriaan Raemdonck von der Antwerpener „Galerie De Zwarte Panter” schenkte 2003 dem Kupferstichkabinett 23 Kupferplatten. Darunter befindet sich auch die Platte „Me voilà”. Die Radierung „Me voilà, Boston” wurde 1963 mit dieser Kupferplatte gedruckt.
Joris Hoefnagel hat einen sehr schönen und detaillierten Plan der Stadt Antwerpen und der Zitadelle angefertigt. Er zeigt die Stadt in der Vogelperspektive. Sie erkennen auf dem Plan das Stadtbild und die bedeutendsten Monumente. Der Stich erschien in dem Buch „Civitates Orbis Terrarum“, das in der Zeit zwischen 1572-1616 herausgegeben wurde.
Antoine Dewasme-Plettinckx war ein bekannter Brüsseler Lithograf aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hier stellt er das Bourla-Theater in den Anfangsjahren dar, als es noch „Théâtre Royal Français“ hieß.
Im 16. und 17. Jahrhundert zogen viele Umzüge und Prozessionen durch die Straßen Antwerpens. Der Antwerpener Drucker Hieronymus Verdussen de Jonge veröffentlichte anlässlich des Umzugs im Jahr 1685 diesen Stich von Gaspar Bouttats zusammen mit einem Begleittext.
Verwandt
Der erste Kurator des Museums, Max Rooses, fügte der Sammlung des Museums Plantin-Moretus eine beeindruckende Sammlung alter Drucke und Zeichnungen aus seiner eigenen Sammlung hinzu. Es war der Beginn eines Kupferstichkabinetts, der heute einer der fünfzig wichtigsten der Welt ist.
leeszaal
Ab 11. Mai 2020 kann der Lesesaal des Museums Plantin-Moretus nach Vereinbarung genutzt werden. Wir sorgen für einen gefahrlosen Lesesaalbesuch. Reservieren Sie Ihren Platz bitte rechtzeitig über unser Reservierungs modul in Supersaas. Ab jetzt gewähren wir auch umfassendere digitale Dienstleistungen.
Museum Plantin-Moretus
Weltkulturerbe der unesco