Porträt von Jan I. Moretus

Balthasar I. Moretus bestellte bei Rubens das Porträt seines Vaters Jan I. Moretus. Es gehört zu der ersten Serie von 12 Werken, die Balthasar I. Moretus bei seinem Jugendfreund in Auftrag gab.

Erste Porträtserie

Das Bildnis von Jan I. Moretus gehört zu der ersten Serie von 12 Werken, die Balthasar I. Moretus bei Rubens bestellte. Die Serie wurde Berechnungen zufolge zwischen 1613 und 1616 angefertigt.

Jan I. Moretus war der Schwiegersohn von Christoffel Plantin, der selber keinen Sohn hatte. Plantin legte in seinem Testament fest, dass Jan Moerentorf alias Moretus (1543-1610) die Antwerpener Officina Plantiniana („Gulden Passer” - Goldener Zirkel) übernehmen sollte. Moerentorf war seit 1570 mit Plantins Tochter Martina Plantin verheiratet.
 

Autodidakt

Wie hat Jan I. Moretus seine Braut kennengelernt? Er begann bereits im Alter von 14 Jahren in Plantins Druckerei als Hilfskraft im Buchgeschäft. Nach der Hochzeit wurde er Plantins rechte Hand und sein Lieblingsschwiegersohn. Jan I. Moretus war Autodidakt und sprach außergewöhnlich viele Sprachen. Er übersetzte u. a. Justus Lipsius’ philosophisches Werk „De Constantia”. Vor allem war er jedoch ein hart arbeitender Geschäftsmann. Er leitete die Druckerei von 1589 bis zu seinem Tod im Jahr 1610.
 

Museum Plantin-Moretus
Weltkulturerbe der unesco