Mit Zirkel und Kompass

„Mit Zirkel und Kompass. Südniederländisches Kapital und Wissen als Bausteine des 16. Jahrhunderts für die VOC” lautete der Titel dieser Ausstellung im Jahr 2002. Sie fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 400-jährigen Jubiläum der Vereinigten Ostindischen Kompanie statt und befasste sich mit zwei Aspekten: dem außereuropäischen Handel Antwerpens und den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Südlichen Niederlande im 16. Jahrhundert.

Internationaler Handel

Die Ausstellung beleuchtete den außereuropäischen Handel Antwerpens im 16. Jahrhundert, der über die iberische Halbinsel verlief. Antwerpen war die maritime Handelsmetropole und das Distributionszentrum für außereuropäische Produkte wie Zucker, Gewürze, Diamanten und Porzellan.
 

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Die Ausstellung befasste sich auch mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Südlichen Niederlande, die es den Nördlichen Niederlanden ab dem späten 16. Jahrhundert ermöglichten, auf direktem Weg Schiffsverbindungen nach Ostindien zu schaffen und dort Handel zu treiben. Die in den Südlichen Niederlanden entwickelten Navigationsinstrumente und die dort veröffentlichen wissenschaftlichen Werke ermöglichten die Fahrten. Außerdem wurde die Vereinigte Ostindische Kompanie vor allem mit Antwerpener Kapital gegründet. 
 

Atlanten

Für die Navigation waren die kartografischen Werke und Atlanten von Mercator, Ortelius, Plancius und Hondius von größter Wichtigkeit. Sie wurden zu einem Großteil von Plantin international in Umlauf gebracht. Das Wissen und das Handelskapital, das nach der Kapitulation Antwerpens im Jahr 1585 in die Nördlichen Niederlande abwanderte, bildete mit die Grundlage für das „Holländische Goldene Jahrhundert”. 
 

20.04.2002 - 21.07.2002
 

Museum Plantin-Moretus
Weltkulturerbe der unesco