Der sterbende Seneca

Balthasar I. Moretus war ein Humanist und somit auch ein großer Bewunderer Senecas. Deshalb bestellte er bei Rubens ein Gemälde von dem römischen Redner. Der hinterhältige Kaiser Nero zwang Seneca im Jahr 65 nach Christus, Selbstmord zu begehen.

Symbol des Humanismus

Dieses Ölgemälde von Peter Paul Rubens (Öl auf Holz, 1613-1616) verweist auf die große Bewunderung, die Balthasar I. Moretus für Seneca empfand. Für ihn und viele andere Humanisten hatten Senecas Philosophie und seine literarischen Werke eine große Bedeutung. Sie sahen in Senecas stoischer Philosophie einen Ausdruck ihrer eigenen Ideen und Prinzipien.
 

Zum Selbstmord gezwungen

Lucius Annaeus „Seneca” (um 5 v. Chr. - 65 n. Chr.) war in der frührömischen Kaiserzeit ein bekannter und berühmter Redner. Kaiserin Agrippina ernannte ihn zum Gouverneur des jungen Nero. Während Neros Kaiserzeit verfügte Seneca deshalb über viel Macht und Einfluss im Römischen Reich. Nero verdächtigte den Philosophen jedoch der Teilnahme an einer Verschwörung gegen ihn und zwang Seneca 65 n. Chr. zum Selbstmord. 
 

Museum Plantin-Moretus
Weltkulturerbe der unesco