Der Stadtpark

In der Nähe des Stadtparks weisen viele Spuren auf die Familie Moretus. Das Viertel entstand um 1870. Die Stadt erwarb in dieser Zeit zahlreiche Grundstücke der Familie Moretus-Della Faille. Die Polizeidienststelle am Stadtpark, die Straße „Plantin en Moretuslei“ und der Metro-Bahnhof Plantin sind alle mit dem Namen der Familie verbunden.

Der Fonds Graf Charles Moretus-Plantin

Dieses Familienarchiv eines jüngeren Zweigs der Familie Moretus gelangte 1950 in den Besitz des Museums. Es enthält u. a. rund 75 Karten, Stadtpläne und Baupläne aus dem 18. bis 20. Jahrhundert.

Einige Karten zeigen die Grundstücke der Familie Moretus in der Nähe des Stadtparks. Nach dem Abriss der spanischen Stadtmauern breitete sich die Stadt dort rasendschnell weiter aus.
 

Der Ursprung der Straße „Plantin en Moretuslei“

Um 1865 begann man mit der Parzellierung der Grundstücke aus dem Besitz der Familie Moretus-Della Faille. Das Gebiet befand sich zwischen dem heutigen Stadtpark und den Bahngleisen. Die Straßennamen Plantinlei - jetzt Plantin en Moretuslei - und Moretuslei - jetzt Brialmontlei - kommen seit 1866 vor.
 

Weitere Spuren der Familie Moretus in der Nähe des Stadtparks

In der Quinten Matsijslei 50 steht das Patrizierhaus R. Moretus -  De Theux. Das Gebäude aus dem Jahr 1884 ist inzwischen eine Polizeidienststelle. An der Fassade sind noch die Porträts von Christoffel Plantin, Balthasar Moretus und Justus Lipsius zu erkennen.
 

Metro-Bahnhof Plantin auf Grundstücken der Familie Plantin-Moretus

Ein Bahnsteig des Metro-Bahnhofs Plantin wurde von dem Designbüro Enthoven neu gestaltet. Als Inspiration diente dabei die Sammlung des Kupferstichkabinetts des Museums Plantin-Moretus.

Auf den weißen Wänden des Bahnsteigs sind jetzt Kupferstiche von Tieren und ein Porträt von Plantin zu sehen. Gleichzeitig diente die Figur Plantins als Inspirationsquelle für ein Straßenkunstprojekt. So konnten die Werke perfekt in das Konzept des renovierten Bahnhofs integriert werden.
 

Museum Plantin-Moretus
Weltkulturerbe der unesco