Der Garten

Das prächtige Gebäude mit dem schönen Innenhof war schon zu Lebzeiten Plantins eine touristische Attraktion. Könige, Prinzen und Prominente besuchten es gern. Im Garten können Sie beliebte Pflanzen aus dem 16. und 17. Jahrhundert bewundern und ihren Geruch genießen.

Alte Pflanzen

Der heutige Garten wurde 1992 nach dem Modell eines Gartens aus dem späten 16. und dem frühen 17. Jahrhundert angelegt. Der Entwurf stammt von dem Spezialisten Walter De Backer. Plantin muss die verwendeten Pflanzenarten gekannt haben. Er besaß bis circa 1577 einen eigenen Garten in Berchem und war eng mit Rembert Dodoens, Carolus Clusius und Mathias Lobelius, den größten Botanikern seiner Zeit, befreundet.

1639: In diesem Jahr sah der Innenhof ungefähr genauso aus, wie man ihn heute bewundern kann. Balthasar I. Moretus ließ ihn in dieser Form anlegen. Im Gegensatz zu seinem Freund Rubens, der kurz zuvor seinen Stadtpalast am Wapper im Barockstil um- und ausgebaut hatte, passte Balthasar das gesamte Gebäude den ältesten Teilen an. Er wollte einen harmonischen Gebäudekomplex im klassischen flämischen Renaissancestil. Der Innenhof und das schöne Haus waren schon zu seinen Lebzeiten eine touristische Attraktion, die von Königen, Prinzen und Prominenten gern besucht wurde.  

Der Innengarten wurde auf Wunsch Balthasars I. Moretus angelegt. Der typische Renaissancestil ist an allen Fassaden gut erkennbar: horizontale Linien und kreuzförmige Fenster, Backsteine im Wechsel mit Streifen aus Sandstein und Arkaden, die man auch als Galerien bezeichnete.

 

Museum Plantin-Moretus
Weltkulturerbe der unesco