Arabische Kultur und Ottomanische Pracht

Im Goldenen Jahrhundert Antwerpens

Die Officina Plantiniana und Antwerpen spielten beim Kulturaustausch zwischen der arabischen und der westlichen Welt eine ausschlaggebende Rolle, was diese Ausstellung darzustellen versuchte. Sie fand im Rahmen der Jubiläen des Museums Plantin-Moretus und der „Vereinigung der Antwerpener Bibliophilen” statt. Beide feierten ihr 125-jähriges Bestehen.

Über Asien in das alte Griechenland

Vom 16. Jahrhundert an wurden immer mehr diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu Nordafrika und Asien geknüpft. Auf diese Weise entstand ein wachsendes Interesses an der arabischen Welt, das sich zuerst in Reiseberichten, Kostümbüchern und kartografischen Werken äußerte. Unter dem Einfluss des Humanismus entwickelte sich die Arabistik zu einer vollwertigen Disziplin, die für die Überlieferung der griechischen Kultur und ihrer Werke über Medizin, Mathematik, Philosophie und Astronomie sehr wichtig war. 
 

Die rolle Antwerpens

Auf Initiative der Officina Plantiniana und der Leidener Druckerei von Plantins Schwiegersohn Raphelengius wurden arabische Grammatiken und Wörterbücher herausgegeben. Dank der Antwerpener Drucker und des Franzosen Guillaume Postel, der als Begründer der Arabistik betrachtet werden kann, beschäftigten sich immer mehr Europäer mit dem Studium der arabischen Sprache. Sie besuchten auch das ottomanische Reich. Ihre Publikationen weckten Sympathie für die islamitische Kultur. 
 

Ausstellung

Die Ausstellung skizzierte anlässlich der Jubiläen „125 Jahre Museum Plantin-Moretus” und „125 Jahre Vereinigung der Antwerpener Bibliophilen” ein Bild der ausschlaggebenden Rolle, die die Plantiner Druckerei und Antwerpen bei diesem Kulturaustausch gespielt haben. Sie boten als internationales Zentrum der Buchherstellung den Ansatz zu einem besseren Verständnis der arabischen Kultur und einer größeren Toleranz.
 

01.12.2001 - 03.03.2002
 

Museum Plantin-Moretus
Weltkulturerbe der unesco