Allegorie für Abraham Ortelius

Diese wunderbare kleine Zeichnung auf Pergament hat Joris Hoefnagel 1593 als Andenken an seinen Freund, den Kartografen und Erdkundler Abraham Ortelius angefertigt. Das geht aus der Inschrift unten hervor.

Aus der Sammlung des Kupferstichkabinetts

Joris Hoefnagel (Antwerpen, 1542 - Wien, 1600) war zuerst Hofmaler von Herzog Albrecht V. in München und danach von Kaiser Rudolf II. in Prag.
 

Eule und Schlangen

Bei dieser Zeichnung handelt es sich um eine allegorische Darstellung der Vereinigung der Künste und der Wissenschaften. Die Eule ist ein Sinnbild von Athena, der Göttin der Weisheit. Der Stab, den Sie festhält - ein Pinsel, um den sich zwei Schlangen winden -symbolisiert Hermes, den Gott der Schönen Künste.
 

Begehrtes Objekt

Die Insekten und das Malerwerkzeug wurden mit großer Genauigkeit dargestellt. Hoefnagel verwendete dabei Schlagschatten, wodurch die Insekten und die Gegenstände buchstäblich auf dem Pergament zu liegen scheinen. Detaillierte Zeichnungen dieser Art waren als Bereicherung bürgerlicher oder fürstlicher Innenausstattungen und der Kunstkabinette renommierter Sammler sehr begehrt. Sie wurden oft auf Holz geklebt, eingerahmt und an die Wand gehängt.
 

Museum Plantin-Moretus
Weltkulturerbe der unesco