Abraham Ortelius - Rockoxhaus

Im Bann des klassischen Altertums

Auf dieser Ausstellung, die bis zum 16. August 2015 im Rockoxhaus in Antwerpen zu sehen war, wurden hauptsächlich Stücke aus der Sammlung des Museums Plantin-Moretus gezeigt. Ortelius gab 1570 den ersten Weltatlas heraus. Ab 1579 druckte Plantin den Atlas, Ortelius fungierte dabei als Verleger.

Geschichte und Kartografie gingen bei Ortelius Hand in Hand. Er betrachtete die Geografie als Auge der Geschichte.
 

Der erste Atlas

Ortelius gab 1570 nicht nur den ersten Weltatlas, das „Theatrum Orbis Terrarum”, heraus, sondern war auch der erste, der historische Karten anfertigte. Ortelius hatte ein großes Interesse am klassischen Altertum und der biblischen Geschichte. Er verwies in seiner ersten Ausgabe des „Theatrum” bereits auf Orte der Antike. Sein „Parergon”, ein Bündel historischer Karten, zeigt die Geschichte des Altertums und der europäischen Gebiete des Römischen Reichs.
 

Reisen auf der suche nach Geschichte 

Ortelius machte sich im wahrsten Sinne des Wortes auf die Suche nach Geschichte und reiste aus diesem Grund nach Italien. Die dort gewonnenen Erkenntnisse findet man in seinem „Itinerarium per nonnullas Galliae Belgicae Partes”. Er besuchte auch näher gelegene Orte wie Tongeren, Trier und Metz und sammelte Münzen aus der römischen Kaiserzeit.
 

Ausstellung

Dr. Dirk Imhof, der Konservator für alte Drucke, hat im Rockoxhaus die Ausstellung „Abraham Ortelius, im Bann des klassischen Altertum” eingerichtet und dazu hauptsächlich Stücke aus der Sammlung des Museums Plantin-Moretus verwendet.
Warum diese Ausstellung im Rockoxhaus? Rockox und Ortelius waren Freunde und sammelten beide leidenschaftlich gern Münzen. In Rockox’ Kunstkabinett hing auch ein Porträt von Ortelius.

In der Ausstellung konnte man eine Auswahl historischer Karten und einige der gedruckten Werke besichtigen, die Ortelius verwendete, um seine Karten zusammenzustellen. Auf diese Weise waren die Besucher in der Lage nachzuvollziehen, wie Ortelius Erkenntnisse sammelte und dann visuell auf einer Karte darstellte.
 

Museum Plantin-Moretus
Weltkulturerbe der unesco