Über Kommen und Gehen

Bilder und Betrachtungen zum Thema Migration

Die Ausstellung „Über Kommen und Gehen” befasste sich mit allen erdenklichen Aspekten der Migration und zeigte Werke von Frans Masereel, Félicien Rops, Eugeen Van Mieghem und anderen. Das Thema Migration hat sich in den Arbeiten zahlreicher Künstler niedergeschlagen. Fünf Mitbürger erhielten die Gelegenheit, anhand der ausgestellten Kunstwerke auch ihre eigene Migrationsgeschichte zu erzählen.

Gründe der Migration

Warum machen sich Menschen auf den Weg ins Unbekannte? Die Gründe sind im Laufe der Jahrhunderte dieselben geblieben und sehr erkennbar: Gewalt, Religion, Handel, Hungersnot, Liebe… kurzum: die Hoffnung auf ein besseres Leben. Auch der Franzose Christoffel Plantin wanderte nach Antwerpen aus, um dort als Drucker Karriere zu machen. Seiner Meinung nach bot diese Stadt die besten Möglichkeiten für seine wirtschaftlichen Aktivitäten.

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung stand das Bild „L’aventure” von Frans Masereel. Dort werden die verschiedenen Aspekte der Migration schön zusammengefasst: die Faszination und gleichzeitig auch die Angst vor dem Unbekannten; der Traum von einer neuen Welt mit unbekannten Gefahren.
 

Kunstwerke als Zeugen

Bombardierungen im Ersten Weltkrieg hängen neben Darstellungen der Grausamkeiten der Spanischen Furie, die 1576 in Antwerpen wütete. Der Tod irrt im Werk von James Ensor herum und brutale Gewalt zeichnet die Arbeiten von Félicien Rops. Eugeen Van Mieghem, der vor allem als Maler des Antwerpener Hafens und zahlreicher Bilder bekannt ist, die in der Zeit der Red Star Line entstanden sind, stellte die Auswanderer in einem grauen, düsteren Stil dar, zeigte aber auch das unbesorgte, bürgerliche Antwerpen: entlang der Straßencafés flanierende Städter, amüsante Kneipenszenen und einen Eiswagen am Kai …
 

Persönliche Geschichten

Die Migration ist immer auch eine konkrete Geschichte über Menschen aus Fleisch und Blut. Deshalb erzählen fünf Mitbürger anhand der ausgestellten Werke die Geschichte ihrer Migration nach Antwerpen und verleihen damit der Ausstellung eine persönliche Note.  

28.09.2013 – 05.01.2014
 

Museum Plantin-Moretus
Weltkulturerbe der unesco